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Steuer auf Einwegverpackungen: Weg von der Wegwerf-Kultur

Autor
Dr. Hans-Peter Obladen
Veröffentlicht
24.02.2020

Bereits in den 90er-Jahren hatte das Bundesverfassungsgericht ein ähnliches Vorhaben der Stadt Kassel als verfassungswidrig verboten, weil es eine Verpackungssteuer als unvereinbar mit dem kooperativen Regelungsansatz der damaligen Verpackungsverordnung ansah. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts dürfte auch unter dem neuen Verpackungsgesetz weiterhin grundsätzlich Bestand haben. Deshalb ist bei der Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer darauf zu achten, dass den wesentlichen Regelungsansätzen des Verpackungsgesetzes nicht entgegengewirkt wird. Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund der anstehenden Umsetzung der EU-Einwegkunststoffrichtlinie, nach welcher die Hersteller zukünftig auch für die Kosten der Reinigung und Entsorgung von im öffentlichen Raum weggeworfenen Einwegkunststoffverpackungen aufkommen müssen.

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