22. Fachkonferenz Sammeln, Verwerten und Entsorgen von Sperrmüll
- Getrenntsammlung: Auswirkungen Novelle Kreislaufwirtschaftsgesetz.
- Logistische Konzepte. Neue Herausforderungen.
- Verwertungs- und Optimierungspotenziale.
Die Entsorgung von Sperrmüll aus privaten Haushalten gehört zu den Pflichtaufgaben der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Die Ausgestaltung ist regional sehr unterschiedlich – von festen Abfuhrterminen bis hin zur Abholung direkt aus der Wohnung. Unterschiede zeigen sich auch in der Entgeltstruktur, bei der Sortiertiefe, im logistischen Aufwand sowie in der Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern. Zugleich stellen sich rechtliche Fragen, etwa zu gewerblichen Sammlungen, zur Überlassungspflicht oder zur Auslegung des Begriffs „Sperrmüll“. Auch der zunehmende Diebstahl von verwertbaren Gegenständen und der Aufbau alternativer Erfassungssysteme – wie etwa Sammelplätze in Wohnanlagen – fordern neue Antworten. Zudem stellt der demografische Wandel die Abfallwirtschaft vor neue Herausforderungen: Eine alternde Bevölkerung benötigt barrierefreie und komfortable Entsorgungsangebote. Die klassische Sperrmüllabfuhr reicht hierfür nicht aus, da sie die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter oder allein lebender älterer Bürger:innen oft nicht berücksichtigt. Ein ergänzender Service – etwa das Zerlegen und Bereitstellen sperriger Gegenstände kann diese Lücke schließen.
Die Fachkonferenz bringt aktuelle Konzepte aus Städten und Regionen auf die Bühne und ermöglicht einen praxisorientierten Vergleich. In diesem Jahr stehen unter anderem die Logistik und Verwertungswege am Beispiel Jena, die stoffliche Zusammensetzung und das Recyclingpotenzial, rechtliche Rahmenbedingungen der getrennten Sammlung sowie konkrete Maßnahmen gegen Beraubung im Mittelpunkt. Ein Blicklicht werfen wir auf das Thema Matrazen, die einen großen Anteil im Sperrmüll haben, für die es jedoch bisher nur in Ausnahmefällen gesonderte Sammlung und kaum Strukturen zur Verwertung gibt. Weitere Themen sind die wohnungsnahe Abholung und die Organisation von Sammelplätzen in großen Wohnquartieren. Jeder Beitrag bietet Raum für Austausch und Diskussion – mit dem Ziel, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen weiterzuentwickeln.
Zielgruppe
Die Fachkonferenz richtet sich an Beschäftigte aus kommunalen Entsorgungsbetrieben, an Verantwortliche in der Abfallwirtschaft sowie an Fachkräfte aus Planung, Organisation und IT. Angesprochen sind insbesondere Personen, die Prozesse rund um die Sperrmüllsammlung gestalten, steuern oder weiterentwickeln. Auch Personen aus der Kundenkommunikation, der Tourenplanung oder dem Bereich Digitalisierung profitieren von den Inhalten. Die Veranstaltung eignet sich sowohl für Führungskräfte als auch für Mitarbeitende, die operative Abläufe begleiten oder technische Lösungen implementieren. Willkommen sind zudem Interessierte aus Verwaltung, Wissenschaft und Beratung mit Bezug zur kommunalen Kreislaufwirtschaft.










