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  • Produktnummer: 03320

22. Fachkonferenz Sammeln, Verwerten und Entsorgen von Sperrmüll

  • Getrenntsammlung: Auswirkungen Novelle Kreislaufwirtschaftsgesetz.
  • Logistische Konzepte. Neue Herausforderungen.
  • Verwertungs- und Optimierungspotenziale.
  
 
 
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22. Fachkonferenz Sammeln, Verwerten und Entsorgen von Sperrmüll
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Die Fachkonferenz richtet sich an Beschäftigte aus kommunalen Entsorgungsbetrieben, an Verantwortliche in der Abfallwirtschaft sowie an Fachkräfte aus Planung, Organisation und IT. Angesprochen sind insbesondere Personen, die Prozesse rund um die Sperrmüllsammlung gestalten, steuern oder weiterentwickeln. Auch Personen aus der Kundenkommunikation, der Tourenplanung oder dem Bereich Digitalisierung profitieren von den Inhalten. Die Veranstaltung eignet sich sowohl für Führungskräfte als auch für Mitarbeitende, die operative Abläufe begleiten oder technische Lösungen implementieren. Willkommen sind zudem Interessierte aus Verwaltung, Wissenschaft und Beratung mit Bezug zur kommunalen Kreislaufwirtschaft.

Die Entsorgung von Sperrmüll aus privaten Haushalten gehört zu den Pflichtaufgaben der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Die Ausgestaltung ist regional sehr unterschiedlich – von festen Abfuhrterminen bis hin zur Abholung direkt aus der Wohnung. Unterschiede zeigen sich auch in der Entgeltstruktur, bei der Sortiertiefe, im logistischen Aufwand sowie in der Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern. Zugleich stellen sich rechtliche Fragen, etwa zu gewerblichen Sammlungen, zur Überlassungspflicht oder zur Auslegung des Begriffs „Sperrmüll“. Auch der zunehmende Diebstahl von verwertbaren Gegenständen und der Aufbau alternativer Erfassungssysteme – wie etwa Sammelplätze in Wohnanlagen – fordern neue Antworten. Zudem stellt der demografische Wandel die Abfallwirtschaft vor neue Herausforderungen: Eine alternde Bevölkerung benötigt barrierefreie und komfortable Entsorgungsangebote. Die klassische Sperrmüllabfuhr reicht hierfür nicht aus, da sie die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter oder allein lebender älterer Bürger:innen oft nicht berücksichtigt. Ein ergänzender Service – etwa das Zerlegen und Bereitstellen sperriger Gegenstände kann diese Lücke schließen. 

Die Fachkonferenz bringt aktuelle Konzepte aus Städten und Regionen auf die Bühne und ermöglicht einen praxisorientierten Vergleich. In diesem Jahr stehen unter anderem die Logistik und Verwertungswege am Beispiel Jena, die stoffliche Zusammensetzung und das Recyclingpotenzial, rechtliche Rahmenbedingungen der getrennten Sammlung sowie konkrete Maßnahmen gegen Beraubung im Mittelpunkt. Weitere Themen sind die wohnungsnahe Abholung und die Organisation von Sammelplätzen in großen Wohnquartieren. Jeder Beitrag bietet Raum für Austausch und Diskussion – mit dem Ziel, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen weiterzuentwickeln.

Eine Stimme aus einer der letzten Konferenzen:

Ines Wirschin (Stadt Brandenburg an der Havel): „Die Fachkonferenz war sehr interessant und hilfreich für mich und somit auch für uns als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger. (…) Für mich war besonders wichtig, wie wir zukünftig mit dem Thema Sperrmüll hinsichtlich Sammlung und vor allem Entsorgung umgehen. Hier ist durch die Beiträge ein guter Anstoß gegeben worden. Ich würde diese Art Fachkonferenz jederzeit weiterempfehlen.“

Nächster Termin

19.03.2026
10:00 - 17:00 Uhr
Online

Gebühr Online: 580 € zzgl. MwSt.
Gebühr Online reduziert: 480 € zzgl. MwSt.

Programm

10:00 Uwe Feige: Sperrmüllsammlung und -verwertung in Jena
Erfasste Mengen und Verwertungswege. Der Sperrmüllprozess und die Logistik.

10:45 Dr. Alexander Gosten: Das Recyclingpotenzial im Sperrmüll
Stoffströme und Materialeigenschaften. Möglichkeiten der Sortierung und Aufbereitung. Ideen zur Steigerung der Verwertungsquote. Rahmenbedingungen und kritische Erfolgsfaktoren.

11:45 Andreas Mucke: Sekundäre Rohstoffe im Sperrmüll

12:30 Mittagspause

13:30 Alexandra Darmis: Trennpflichten und weitere Rechtsfragen
Anforderungen der getrennten Sperrmüllsammlung nach § 20 Abs. 2 KrWG. Novelle Kreislaufwirtschaftsgesetz 2020. Definition „Sperrmüll aus privaten Haushalten“. Überlassungspflichten. Umgang mit gewerblichen Sperrmüllsammlungen. Aktuelle Rechtsprechung.

14:15 Tatjana Bär: Erweiterte Herstellerverantwortung für Matratzen?

14:35 Claudia Wieland: Wertstoffkette Matratzen - von linear zu zirkulär

15:00 Pause

15:30 Matthias Fricke: Sperrmüll-Abholung aus der Wohnung

16:15 Frank Sand: Sperrmüllsammlung in Großwohnanlagen
Erfolgsfaktor Zusammenarbeit bei festen und variablen Terminen

Vortragende

Tatjana Bär
Tatjana Bär, Referentin für Abfallberatung und Umweltkommunikation, Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) (Berlin)
Alexandra Darmis

Alexandra Darmis ist seit 2024 angestellte Rechtanwältin in der Kanzlei Gruneberg Rechtsanwälte. Die Schwerpunkte ihrer anwaltlichen Tätigkeit liegen im Bereich des kommunalen Wirtschaftsrechts, insbesondere des Abfallrechts, Verpackungsrechts aus kommunaler Sicht sowie Kommunalwirtschaftsrechts. Zudem doziert sie zu den aktuellen Themen rund um die Abfallwirtschaft (Köln).

Dipl.-Ing. Uwe Feige
Dipl.-Ing. (TU) Uwe Feige (M.A.) hat Raumplanung studiert und später einen weiteren Abschluss in Kommunalwirtschaft erworben. Nach Stationen bei den Landkreisen Neuwied und Eisenberg ist er seit 1992 Werkleiter des heutigen Kommunalservice Jena. Zusätzlich ist er Geschäftsführer der Servicegesellschaft mbH und des Gewässerunterhaltungsverbandes Untere Saale / Roda. Seit Mai 2024 Ist er Leitauschussvorsitzender der Sparte Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) sowie Vizepräsident des Verbandes.
Matthias Fricke

Matthias Fricke ist seit 2012 Geschäftsführer der ALBA Braunschweig GmbH und im Auftrag der Stadt Braunschweig verantwortlich für kommunale Dienstleistungen im Bereich Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Winterdienst.

Dr. Alexander Gosten

Dr. Alexander Gosten war von 2006 bis 2022 Prokurist der BSR und Leiter der Geschäftseinheit „Abfallbehandlung / Stoffstrommanagement“. In dieser Funktion war er für die Planung, Bau und den Betrieb von 23 abfall- und energiewirtschaftlichen Anlagen verantwortlich und für die „schadlose Entsorgung“ von rund 30 Millionen Tonnen Abfall. Er hat maßgeblich die Anlagen- und Stoffstromstrategie der Berliner Entsorgungsbetriebe AöR (BSR) geprägt und verantwortet. Die Einführung eines aktiven Stoffstrommanagements führte zu erheblichen Kostenreduktionen. Dr. Gosten ist seit 2022 als freier Berater tätig und berät u.a. in Fragen des Stoffstrommanagements. Seit Juni 2019 ist er Sprecher des Vorstandes der DGAW Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (Berlin) und mit allen Diskussionen und Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft vertraut.

Dipl.-Ing. Andreas Mucke
Andreas Mucke studierte Sicherheitstechnik, Schwerpunkt Umweltschutztechnik, an der Bergischen Universität Wuppertal, das er als Diplom-Ingenieur abschloss. Anschließend war er bei der Forschungsgemeinschaft Werkstoffe und Werkzeuge in Remscheid tätig und leitete von 2000 bis 2011 den Bereich Vertrieb Privat- und Gewerbekunden der Wuppertaler Stadtwerke. Im Juli 2011 wechselte er als Geschäftsführer zur Wuppertaler Quartierentwicklungs GmbH. Von Oktober 2015 bis November 2020 war Andreas Mucke Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. Seit Dezember 2020 ist Andreas Mucke Geschäftsführer dder Circular Economy Accelerator GmbH der  Circular Valley Stiftung.
Frank Sand
Frank Sand, Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden, Stabsstelle Sauberes Wiesbaden
Claudia Wieland

Claudia Wieland ist Referentin für Kommunikation beim Fachverband Matratzen-Industrie e.V.

Nächster Termin

19.03.2026
10:00 - 17:00 Uhr
Online

Gebühr Online: 580 € zzgl. MwSt.
Gebühr Online reduziert: 480 € zzgl. MwSt.

Starttermine und Details

1 Termin
19.03.2026
Online
Online Anmeldung
19.03.2026
10:00 - 17:00
Online

Gebühr Online: 580 € zzgl. MwSt.
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Online Anmeldung
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