Abfallvermeidung: Handlungsoptionen und Erfolgspotenziale für Kommunen
- Politischer und rechtlicher Hintergrund.
- Konkrete Maßnahmen und Fallstudien.
- Good-Practice-Beispiele.
Stadtlittering vor der eigenen Haustür, wachsende Altkleiderberge in anderen Teilen der Welt und Plastikinseln in den Ozeanen machen sichtbar, wohin unser hoher Ressourcenverbrauch und eine auf Wegwerfen ausgerichtete Konsumkultur führen. Recycling allein kann diese Probleme nicht lösen. Entscheidend ist, Abfälle möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen, Produkte länger zu nutzen und Wiederverwendung selbstverständlich zu machen. Kommunen und kommunale Entsorgungsunternehmen können dazu an vielen Stellen konkrete Beiträge leisten.
Auch politisch und rechtlich gewinnt die Abfallvermeidung weiter an Bedeutung. Die Abfallhierarchie stellt sie an die erste Stelle, doch mit neuen europäischen und nationalen Vorgaben wächst der Handlungsdruck. Kreislaufwirtschaftsgesetz und Abfallvermeidungsprogramm, die europäische Verpackungsverordnung, neue Anforderungen an nachhaltige und langlebige Produkte sowie Regelungen zu Einwegkunststoffen, Mehrweg, Reparatur und Wiederverwendung verändern die Rahmenbedingungen. Damit rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie Abfallvermeidung vor Ort tatsächlich umgesetzt und strategisch verankert werden kann.
Das Seminar zeigt, welche Handlungsmöglichkeiten Kommunen und kommunale Entsorgungsunternehmen haben und wo besonders wirksame Ansatzpunkte liegen. Im Mittelpunkt stehen praxistaugliche Strategien und konkrete Beispiele: Wie lassen sich Abfallvermeidung und Zero Waste systematisch angehen? Welche Maßnahmen haben sich in der kommunalen Praxis bewährt? Wie können Erfolge bewertet werden? Und wie lassen sich Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, Produkte länger zu nutzen, zu reparieren, zu teilen und wiederzuverwenden?
Dabei geht es nicht allein um einzelne Projekte. Erfolgreiche Abfallvermeidung verbindet strategische Steuerung mit Beratung, Information und Verbraucherengagement. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Instrumente und Praxisbeispiele kennen und erhalten Impulse dafür, welche Ansätze sich auf die eigene Kommune oder den eigenen Betrieb übertragen lassen. So wird aus dem abstrakten Ziel „Abfallvermeidung“ ein konkretes kommunales Handlungsfeld.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Umweltverwaltungen sowie mit dem Thema Abfallvermeidung beauftragte Abteilungen in Entsorgungsunternehmens.




