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  • Produktnummer: 03140

Abfallvermeidung: Handlungsoptionen und Erfolgspotenziale für Kommunen

  • Politischer und rechtlicher Hintergrund.
  • Konkrete Maßnahmen und Fallstudien.
  • Good-Practice-Beispiele.

Stadtlittering vor der eigenen Haustür, wachsende Altkleiderberge in anderen Teilen der Welt und Plastikinseln in den Ozeanen machen sichtbar, wohin unser hoher Ressourcenverbrauch und eine auf Wegwerfen ausgerichtete Konsumkultur führen. Recycling allein kann diese Probleme nicht lösen. Entscheidend ist, Abfälle möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen, Produkte länger zu nutzen und Wiederverwendung selbstverständlich zu machen. Kommunen und kommunale Entsorgungsunternehmen können dazu an vielen Stellen konkrete Beiträge leisten.

Auch politisch und rechtlich gewinnt die Abfallvermeidung weiter an Bedeutung. Die Abfallhierarchie stellt sie an die erste Stelle, doch mit neuen europäischen und nationalen Vorgaben wächst der Handlungsdruck. Kreislaufwirtschaftsgesetz und Abfallvermeidungsprogramm, die europäische Verpackungsverordnung, neue Anforderungen an nachhaltige und langlebige Produkte sowie Regelungen zu Einwegkunststoffen, Mehrweg, Reparatur und Wiederverwendung verändern die Rahmenbedingungen. Damit rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie Abfallvermeidung vor Ort tatsächlich umgesetzt und strategisch verankert werden kann.

Das Seminar zeigt, welche Handlungsmöglichkeiten Kommunen und kommunale Entsorgungsunternehmen haben und wo besonders wirksame Ansatzpunkte liegen. Im Mittelpunkt stehen praxistaugliche Strategien und konkrete Beispiele: Wie lassen sich Abfallvermeidung und Zero Waste systematisch angehen? Welche Maßnahmen haben sich in der kommunalen Praxis bewährt? Wie können Erfolge bewertet werden? Und wie lassen sich Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, Produkte länger zu nutzen, zu reparieren, zu teilen und wiederzuverwenden?

Dabei geht es nicht allein um einzelne Projekte. Erfolgreiche Abfallvermeidung verbindet strategische Steuerung mit Beratung, Information und Verbraucherengagement. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Instrumente und Praxisbeispiele kennen und erhalten Impulse dafür, welche Ansätze sich auf die eigene Kommune oder den eigenen Betrieb übertragen lassen. So wird aus dem abstrakten Ziel „Abfallvermeidung“ ein konkretes kommunales Handlungsfeld.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kommunalen Umweltverwaltungen sowie mit dem Thema Abfallvermeidung beauftragte Abteilungen in Entsorgungsunternehmens.

Für das Online-Seminar stellen wir eine technische Umgebung bereit, in der sich alle Personen zumindest hören und abhängig von der Verfügbarkeit einer Webcam auch sehen können. Das komplette Seminar findet im Internet statt. Die Seminarunterlagen werden den Teilnehmern vor dem Webinar per Mail übersandt.

Programm

9:00 Carina Koop: Abfallvermeidung: Handlungsoptionen und Erfolgspotenziale für Kommunen
Fundament und Rahmen: Notwendigkeit, politischer Hintergrund und die Abfallhierarchie als strategischer Kompass für die kommunale Abfallvermeidung Politik und Recht: Aktuelle Entwicklungen der Rahmenbedingungen und ihre Implikationen für die kommunale Praxis. Strategie & Steuerung: Belastbare Indikatoren für eine erfolgreiche Abfallvermeidung sowie Methoden zur Erfolgsprüfung und Bewertung. Praxis & Transfer: Aktuelle Beispiele kommunaler Abfallvermeidungs- und Zero-Waste-Strategien

10:30 Diskussion und Fragen

10:45 Pause

11:15 Philip Heldt: Praktische Umsetzung und Verbraucherengagement
Methoden der Umweltberatung und deren praktische Anwendung. Beratung, Information, Bildung, und Interessenvertretung als Werkzeuge der Abfallvermeidung. Fallstudien und Beispiele für erfolgreiche Abfallberatungsaktionen. Konsumverhalten und Abfallvermeidung. Strategien zur Förderung nachhaltigen Konsums sowie die Rolle der Verbraucherinnen und Verbraucher. Praxisbeispiele zur Intensivierung der Nutzung von Produkten und zur Förderung der Shareconomy. Umsetzung einer kommunalen Verpackungssteuer am Beispiel Tübingens.

12:15 Diskussion und Fragen

Eine Stimme aus einem früheren Seminar:

Marc Röllich (Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße): „Ressourcenschutz und Abfallvermeidung spielen eine zentrale Rolle auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Entwicklung. Auf der Suche nach praxisnahen Informationen, einem Austausch mit netten Referenten und Best Practice-Beispielen, um Ideen für eigene Projekte zu bekommen, war ich in diesem Seminar genau richtig.“

Vortragende

Philip Heldt

Philip Heldt hat Humanbiologie studiert und ist seit 2009 Referent für Ressourcenschutz in der Gruppe Umwelt bei der Verbraucherzentrale NRW. Seine Themenschwerpunkte umfassen Kreislaufwirtschaft, Rohstoffe, Verpackungen, Wasser und Umweltgifte  (Düsseldorf)

Carina Koop

Carina Koop ist Geographin und seit 2018 als Researcherin am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH in der Abteilung Circular Economy tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Untersuchung urbaner Kreislaufwirtschaftspotenziale, Maßnahmen zur Abfallvermeidung sowie der Entwicklung von Zero-Waste-Strategien. Aktuell promoviert sie als Stipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zum Thema Zero Waste Cities, wobei sie insbesondere die Treiber und Barrieren der Transformation hin zu einer Circular Society analysiert.

Starttermine und Details

1 Termin
21.10.2026
Online
Online Anmeldung
21.10.2026
09:00 - 12:30
Online

Gebühr Online: 310,00 € zzgl. MwSt.

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