• Stadtsauberkeit und Winterdienst
  • seminar
  • Produktnummer: 04503

Kostenoptimierung im Winterdienst: Wo Betriebe konkret ansetzen können

  • Leistungen rechtssicher prüfen, Aufwand reduzieren und Verkehrssicherheit erhalten.
  • Streckennetze, Satzungen, Technik und Organisation systematisch analysieren und wirtschaftlich ausrichten.
  • Kosten senken, Umweltbelastungen verringern und Einsatzkräfte gezielter einsetzen.

Winterdienst bleibt Daseinsvorsorge, aber er darf keine unprüfbare Kostenroutine bleiben. Betriebe stehen vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Sie müssen Verkehrswege sichern, rechtliche Pflichten erfüllen, Umweltbelastungen begrenzen und zugleich steigende Kosten kontrollieren. Der finanzielle Druck auf Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen wächst. Deshalb reicht es nicht mehr aus, Winterdienstleistungen jedes Jahr nach vertrauten Mustern zu wiederholen. Wer wirtschaftlich handeln will, muss klären, welche Leistungen rechtlich notwendig sind, welche Leistungen freiwillig erfolgen und welche Abläufe durch bessere Technik, Organisation und Kommunikation effizienter gelingen. Das Webinar greift genau diese Spannung auf. Es zeigt, wie Betriebe den Winterdienst nicht pauschal kürzen, sondern intelligent optimieren können. Dabei steht nicht der „Billig-Winterdienst“ im Mittelpunkt, sondern eine fachlich begründete Neuordnung von Pflichten, Standards und Ressourcen. Der Dozent richtet den Blick auf die besonderen Anforderungen kommunaler Betriebe: begrenzte Personal- und Fahrzeugkapazitäten, hohe Erwartungen der Öffentlichkeit, haftungsrechtliche Risiken, politische Sensibilität und die Notwendigkeit, auch bei Frost-Tau-Wechseln, Glätteereignissen und Extremwetterlagen zuverlässig handlungsfähig zu bleiben.

Ein zentrales Potenzial liegt in der systematischen Überprüfung des betreuten Netzes. Kommunale Betriebe können Straßenzüge, Radverbindungen, Fußgängerflächen, Parkplätze, Nebenstraßen und freiwillige Leistungen genauer bewerten. Dabei zählt die Frage, wo eine Streupflicht tatsächlich besteht, wo eine nachrangige Räumpflicht greift und wo die Kommune Leistungen erbringt, die sie rechtlich nicht zwingend übernehmen muss. Weitere Potenziale entstehen durch moderne Räum- und Streutechnik. Wer Feuchtsalz, Sole, vorbeugende Streuung, gute Wetterinformationen und aggressive Schneeräumung fachgerecht kombiniert, senkt Streustoffverbräuche, vermeidet unnötige Kontrollfahrten und reduziert Nacht- und Zusatzeinsätze. Dadurch entstehen nicht nur Kostenvorteile. Kommunale Betriebe verbessern auch den Umweltschutz, weil sie Salz, Kraftstoff und CO₂ einsparen. Das Webinar behandelt deshalb auch die Organisation des Winterdienstes. Klare Zuständigkeiten, verbindliche Winterdienstverfügungen, angepasste Dienstzeiten, belastbare Bereitschaftsregelungen, optimierte Routen, passende Standorte, ausreichende Streugutlager, saubere Dokumentation und ein aussagekräftiges Berichtswesen schaffen betriebliche Sicherheit. Gerade Routenoptimierung und Kolonneneinteilung bieten erhebliche Chancen, Zeit und Kosten zu senken, ohne die Leistungsfähigkeit zu schwächen.

Programm

  • Ausgangslage: Warum kommunale Betriebe den Winterdienst jetzt neu bewerten sollten.
  • Winterdienst als Daseinsvorsorge: Sparzwang, Verkehrssicherheit, Umwelt und Rechtssicherheit im Spannungsfeld.
  • Intelligent sparen statt pauschal kürzen: Grundprinzipien einer verantwortbaren Kostenoptimierung.
  • Rechtliche Leitplanken: Streupflichten, Tagesverkehr, gefährliche Abschnitte und verkehrswichtige Strecken.
  • Systematische Netzanalyse im Straßenwinterdienst: Hauptverkehrsstraßen, Buslinien, Radverbindungen und Nebenstraßen bewerten.
  • Freiwillige Leistungen erkennen: Parkplätze, Nebenstraßen, Nachtleistungen und besondere Einzelfälle einordnen.
  • Fußgängerwinterdienst prüfen: notwendige Wege, entbehrliche Flächen, Sperrungen und Nutzungszeiten analysieren.
  • Übertragung auf Anliegerinnen und Anlieger: Satzungen, Zuständigkeiten, Spielräume und typische Schwachstellen.
  • Praxisfälle zur Übertragung: Gehwege, Verbindungswege, Radwege, Bushaltestellen, Überwege und Fußgängerzonen.
  • Optimale Räum- und Streutechnik: Feuchtsalz, Sole, vorbeugende Streuung und wirksame Schneeräumung einsetzen.
  • Wetterinformationen und Einsatzsteuerung: Entscheidungen besser vorbereiten und unnötige Fahrten vermeiden.
  • Organisation optimieren: Winterdienstverfügung, Dienstzeiten, Bereitschaften, Fahrzeugausstattung und Standorte.
  • Räum- und Streupläne verbessern: Routen, Kolonnen, Fahrzeuge und Streugutlager wirtschaftlich abstimmen.
  • Dokumentation und Berichtswesen: Haftungsrisiken reduzieren und Entscheidungen nachvollziehbar machen.
  • Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Technik, Glättebildung, Einsatzablauf, Dokumentation und Motivation.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Akzeptanz: Bürgerinnen und Bürger über Pflichten, Grenzen und aktuelle Lagen informieren.
  • Umsetzungsfahrplan: Analyse starten, Prioritäten setzen, Maßnahmen bewerten und Veränderungen kommunizieren.

Vortragende

Dr.-Ing. Horst Hanke
Dr. Horst Hanke, Hanke Verkehrsberatung GbR, ist Bauingenieur für Verkehrswesen mit betriebswirtschaftlichem Aufbaustudium und Ergänzungsstudium der Verwaltungswissenschaften (MPA) und als freier Berater in allen Fragen des Winterdienstes und des Straßenbetriebs tätig. Er ist seit Jahren im VKU und in der FGSV in Gremien aktiv und ist langjähriger Vorsitzender des VKU-FGSV-Fachausschusses Winterdienst. Darüber hinaus ist er in internationalen Gremien im Bereich Winterdienst tätig (CEN, ISO, PIARC) (Neunkirchen).

Hinweis zu den Gebühren

Die ermäßigte Gebühr gilt für angemeldete Personen auf www.themennetzwerke.de. Bitte beachten Sie, dass die Anmeldung auf Themennetzwerke.de für jeden Teilehmenden persönlich und nicht unternehmensweit erfolgt.

Starttermine und Details

1 Termin
25.09.2026
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25.09.2026
08:30 - 10:00
Online

Gebühr Online: 160,00  zzgl. MwSt. (128,00  Early Bird Gebühr bis 25.06.2026)
Gebühr Online reduziert: 130,00  zzgl. MwSt. (104,00  Early Bird Gebühr bis 25.06.2026)

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