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Planung und Gestaltung von Wertstoffhöfen: Die Form folgt der Funktion

  • Planungsvorgaben präzise formulieren und Planungshoheit sichern.
  • Projektsteuerung gezielt nutzen, Kosten transparent halten und Risiken früh erkennen.
  • Kompetenz und Ortsnähe verbinden: Wertstoffhöfe als Visitenkarte der Kommune entwickeln.

Viele bestehende Wertstoffhöfe stoßen an funktionale, räumliche und rechtliche Grenzen. Gleichzeitig nehmen die Anforderungen zu: mehr Stoffströme, höhere Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger, strengere Vorgaben zur Brandvorsorge, anspruchsvollere Abläufe im Betrieb und ein wachsender Bedarf an übersichtlicher, sicherer und serviceorientierter Verkehrsführung. Deshalb reicht eine klassische Objektplanung allein oft nicht aus. Kommunen brauchen klare Vorgaben, belastbare Entscheidungen und einen Planungsprozess, der fachliche Kompetenz mit örtlicher Umsetzungskraft verbindet. Ein Wertstoffhof erfüllt seine Aufgabe nur dann gut, wenn die Planung die betrieblichen Abläufe präzise abbildet. Dazu zählen die Erreichbarkeit, der Verkehrsfluss, die Trennung von Kundenverkehr und Betriebsabläufen, die sichere Annahme problematischer Stoffe, die Vorsorge vor Bränden, ergonomische Arbeitsbedingungen, einfache Orientierung und ein Serviceverständnis ohne unnötige Barrieren. Wer diese Anforderungen zu spät klärt, riskiert kostentreibende Nachträge, unklare Schnittstellen und Lösungen, die im Alltag nicht überzeugen.

Das Webinar zeigt, wie kommunale Auftraggeber ihre Planungsvorgaben fachlich belastbar entwickeln und eindeutig formulieren können. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf den fertigen Wertstoffhof, sondern vor allem auf den Weg dorthin. Die Teilnehmenden erfahren, welche Aspekte sie bei der Formulierung ihrer Anforderungen berücksichtigen sollten, wie sie ihren Kundenwunsch im Werkvertrag klar beschreiben und wie sie die eigene Planungshoheit gegenüber Fachplanern, ausführenden Firmen und weiteren Beteiligten sichern. Eine besondere Rolle spielt dabei die abfallwirtschaftlich versierte Projektsteuerung. Sie kann den Planungswillen des Auftraggebers präzisieren, die Vorplanung strukturieren, Schnittstellen klären, Kosten und Termine transparent machen und typische Planungsfehler frühzeitig erkennbar machen.

Zielgruppe

Das Webinar richtet sich an Führungskräfte und Fachverantwortliche aus kommunalen Betrieben, Abfallwirtschaftsbetrieben, Bau- und Umweltverwaltungen sowie an Personen, die Wertstoffhöfe planen, erweitern, sanieren oder strategisch weiterentwickeln. Besonders profitieren Verantwortliche, die Anforderungen aus Betrieb, Politik, Verwaltung, Bürgerschaft und Baupraxis zusammenführen und dabei Kosten, Termine, Sicherheit und Servicequalität aktiv steuern möchten.

Programm

  • Der Wertstoffhof als gesellschaftliches Symbol und Visitenkarte.
  • Grundlagen der Planung: Vorplanung, Entwurf und Ausführung.
  • Auswahl des Planungsteams: Bedeutung von Expertise und Lokalkenntnis.
  • Neue Gesetzesnovellen und ihre Implikationen für die Planung.
  • Die Rolle der LAGA-Merkblätter in der Wertstoffhofplanung.
  • Umsetzung von Nachhaltigkeit und Circular Society.
  • Anforderungen an die Planung eines Wertstoffhofs aus Sicht eines sicheren Betriebs.
  • Kostensicherheit und Effizienz durch versierte Projektsteuerung.
  • Detaillierte Vorplanung und ihre Auswirkungen auf die Projektabwicklung.
  • Ausschreibungsprozess und lokale Vergabe von Bauaufträgen.
  • AHO statt HOAI.
  • Fallstudien: Erfolgreiche Umsetzungen in der Praxis.
  • Zusammenfassung und Abschluss.

Vortragende

Werner P. Bauer
Werner P. Bauer denkt und plant aus dem Betrieb heraus. Stand bei seiner Initiative Wertstoffhof 2020 noch der Ort des Geschehens im Vordergrund, sind es heute noch mehr die Mitarbeiter:innen am Wertstoffhof, die wesentlich den Wandel von der Abfall- zur Ressourcenwirtschaft gestalten. In zahlreichen Vorträgen führt er die logische Konsequenz aus diesem Ansatz aus, beschreibt sie in Gutachten und belegt als Planer und Projektsteuerer, dass sich der Wandel zu MehrWERT-Höfen wirklich lohnt. Lassen es die Rahmenbedingungen vor Ort zu, dass auch seine Empfehlungen im Umgang mit gebrauchten Gütern aufgegriffen werden, können auch Möglichkeiten einer lokalen Wertschöpfung erschlossen werden. Er setzt sich dafür ein, dass eine konsequente und nachhaltige Kreislaufgesellschaft die Menschen mitnimmt und so Impulse in der gesellschaftlichen Transformation setzt. Herr Bauer ist verantwortlicher Gründer und Betreiber des kommunalen Netzwerks ForumZ (forumz.de) und kümmert sich auf internationaler Ebene für die Entwicklung einer  nachhaltigen Abfallwirtschaft (wasteculture.com) (München).
 

Starttermine und Details

1 Termin
25.09.2026
Online
Online Anmeldung
25.09.2026
11:00 - 12:30
Online

Gebühr Online: 160,00  zzgl. MwSt.
Gebühr Online reduziert: 130,00  zzgl. MwSt.

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